News  08.02.19 - Baut die Mauer wieder auf! – aus Glas

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08.02.19 - Baut die Mauer wieder auf! – aus Glas

Trenderscheinung Open-Workspace und Großraumbüros

Die Möbelfabrikanten Wolfgang und Eberhard Schnelle entwickelten 1958 die "Bürolandschaft" – somit feierte das heutige Großraumbüro unlängst seinen 60. Geburtstag. Neudeutsch werden diese Bürolandschaften Open-Space-Offices genannt. Nicht nur HighTech-Unternehmen wie Apple, Google und Microsoft, sondern auch Traditionsunternehmen wie z.B. Lufthansa folgten dem Trend: Großraumbüros mit Bereichen für Team- und Gruppenarbeiten, Räumen für Meetings, Besucher- und Sitzecken. Der Trend geht sogar noch weiter: weg vom eigenen Schreibtisch, hin zum Shared Desk, hierbei müssen Mitarbeiter sich täglich einen neuen Platz suchen. Ist das wirklich die Zukunft der Arbeitswelt?

„Die größten Fans von Großraumbüros sind diejenigen, die nicht darin arbeiten müssen“ sagen die Skeptiker, meist aus den Reihen derer, die bereits in Open-Spaces gearbeitet haben. Aus Arbeitgebersicht gibt es gute Gründe für Großraumbüros, z.B. teure Mietfläche einzusparen. Die Raumnutzung ist flexibler: Bei Neueinstellungen, lässt sich einfach ein Tisch hinzustellen. Auch wenn sich Teams neu organisieren, lässt sich die Sitzordnung schnell anpassen. Außerdem bringen Großraumbüros kürzere Kommunikationswege und eine Vereinfachung der Teamarbeit mit sich.

Komplexe Arbeit erfordert Ruhe

Dass arbeitende Menschen ständigen Informationsaustausch bräuchten, ist jedoch ein Mythos. Gerade geistige Arbeit, bei der es darum geht, komplexe Probleme zu behandeln, schöpferisch zu sein und Entscheidungen zu treffen, erfordert Konzentration. Wozniak, Erfinder des Apple Computers, spricht sich eindeutig für die Produktivität des Alleinarbeitens aus.

Forscher der Universität Luzern haben in einer Studie herausgefunden: Wer im Großraumbüro arbeitet, meldet sich häufiger krank. Laut Messungen zufolge liegt die Lautstärke in Großraumbüros durchschnittlich zwischen 60 und 70 Dezibel (ein Staubsauger in einem Meter Entfernung =70 Dezibel). Die unerwünschte Geräuschkulisse führt zu Ärger, Stress, Schlafstörungen und beeinträchtigt die kognitive Leistungsfähigkeit.

Das richtige Maß macht den Unterschied

Jedoch kann sich auch die Stille, allein in einem Raum, negativ auf die Arbeitsleistung auswirken. Ein moderater Hintergrundlärm kann tatsächlich der Ideenfindung helfen, so eine Studie der Universität Chicago. Ein Großraumbüro ist nicht automatisch ein Konzentrationskiller. Ob man darin produktiv arbeiten kann, hängt vor allem davon ab, ob die Geräuschkulisse im erträglichen Rahmen bleibt z.B. durch lärmdämpfende Materialien bei Böden, Decken und Wänden und separate Räume zur Stillarbeit und zum Telefonieren. Die Personenanzahl im Büro spielt eine tragende Rolle- "Je mehr Menschen in einem Büro arbeiten, desto größer ist die Unzufriedenheit mit den allgemeinen Arbeitsbedingungen", so die Forscher der Universität Luzern.

Eine moderne und flexibel umsetzbare Lösung stellen Zwischenwände aus Glas dar- Sie schützen vor allzu großer Lärmbelastung, geben den Mitarbeitern Privatsphäre zurück und bieten Rückzugmöglichkeiten ohne dabei abzuschotten und die offene, kommunikative Atmosphäre zu unterbrechen.