Glas: gut recycelbar!

Glas ist ein außerordentlich wandelbares Material. In jedem Haushalt sind Erzeugnisse aus Glas zu finden. Sogar elektrische Leitungen bestehen häufig aus Glasfasern. Ein weiterer Vorteil von Glas ist seine Wiederverwertbarkeit. Sie macht es zu einem besonders umweltfreundlichen Rohstoff. Bereits in der Antike wurden Glasscherben eingeschmolzen und zu neuen Gegenständen wie Trinkbechern verarbeitet.


Vorteile der Wiederverwertung von Glas:

Das Recycling von Glasprodukten hat eine bessere Ökobilanz. Der Transport ist weniger aufwändig, beim Einschmelzen des Glases entstehen keine gesundheitsschädlichen Dämpfe. Diese Unbedenklichkeit geht auf seine Bestandteile wie Pottasche, Kalk oder Quarzsand zurück. Sie sind komplett natürlichen Ursprungs.

Glas lässt sich zu 100% wiederverwerten. Selbst kleine Scherben sind kein Abfallprodukt, sondern wertvolle 'Grundlagen' für die Industrie.

Die Anfertigung von Glasprodukten ist effizienter als die Herstellung von Metallwaren. Für die Produktion wird nur wenig Energie benötigt. Glas schmilzt bereits bei niedrigen Temperaturen. Materialien wie Eisen müssen auf 1500 Grad erhitzt werden, bevor der Handwerker mit seiner Arbeit beginnen kann.


Vom Glassplitter zur Flasche - so wird Altglas recycelt:

In der Altglasindustrie spielt Recycling eine grundlegende Rolle. Der Begriff 'recyclen' bedeutet so viel wie 'zurück in den Kreislauf bringen'. Tatsächlich ist die Produktion von Glaswaren einem Kreislauf unterworfen. Er beginnt mit der Entsorgung von Altglas und endet mit der Herstellung neuer Flaschen, die schließlich in den Umlauf gebracht werden.

Leere Getränkeflaschen werden in Müllcontainer geworfen. Glas ist nicht gleich Glas: Unterschiedlich beschriftete Container weisen auf die Trennung von transparenten und farbigen Glasflaschen hin. Nach der Leerung liefern Mülltransporter das wertvolle Rohmaterial an Glaswerke. In diesen Produktionsstätten bekommt das Glas seine neue Form.

Die Faustregel lautet: Wenn der Inhalt nicht mit Licht in Berührung kommen soll, muss das Glas farbig sein. Es hält einen Großteil der einfallenden Lichtstrahlen ab. Grünes Glas wird für die Herstellung von Weinflaschen benötigt. Milchflaschen bestehen aus Braunglas, durchsichtiges Glas wird für Wasser- oder Limonadenflaschen verwendet.

Für den nächsten Vorgang muss das Glas sauber sein. Schmutzpartikel werden vor dem Schmelzen in Handarbeit oder maschinell entfernt. Beim Einschmelzen wird das Glas hohen Temperaturen von bis 600 bis 800 Grad Celsius ausgesetzt. Dabei verändert es seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig. Anschließend kühlt das erhitzte Glas auf 590 bis 450 Grad ab, bevor es wieder Form annimmt. Bei der Qualitätskontrolle wird die neue Flasche auf Beschädigungen geprüft. Mangelhafte Modelle werden aussortiert oder erneut eingeschmolzen.

Einwandfreie Glasflaschen gelangen mit Bier, Wein und anderen Getränken befüllt in den Verkauf. Der Kreis des Recyclings wiederholt sich, sobald die Flaschen geleert sind...


Ein glasklarer Pluspunkt:

Glas ist gut recycelbar. Davon profitiert auch die Umwelt. Seine Wiederverwertung ist nicht auf die Produktion von Flaschen beschränkt. Auch Trinkgefäße, Fensterscheiben oder Dekoartikel lassen sich aus recyceltem Glas herstellen. Sein Kreislauf ist fast endlos. Andere Materialien sind hingegen für den einmaligen Gebrauch bestimmt.

Im Gegensatz zu Plastik besteht Glas aus natürlichen Substanzen, die für die Umwelt weniger belastend sind. Deshalb erheben wir unser Glas auf diesen Beitrag zum Umweltschutz.